Oaxaca Cuidad

Liebe Freunde, liebe Familie, liebe sonstige Bekannte,

in den Weihnachtsferien hat mich meine Mami mit meiner Tante besucht um zusammen Urlaub zumachen und wir sind in das wunderschöne Oaxaca gefahren.

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Die Region Oaxaca liegt im Süden von Mexiko und gehört zu den ärmsten Regionen Mexikos trotz ihres Reichen Rohstoffvorkommens.

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Bei dem Namen der Hauptstadt waren die Mexikaner nicht sonderlich kreativ und so kommt es, dass die Hauptstadt von Oaxaca ebenfalls Oaxaca heißt.

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Die wunderschöne touristische Kleinstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbene genannt. Die ganze Stadt besteht aus vielen bunten Häsuern und wunderschönen Hauptplätzen.

 

Außerdem findet man hier auch den dicksten Baum der Welt mit DSC06341unglaublichen 14,05 m Durchmesser.

 

 

 

 

Außerdem ist Oaxaca eine sehr politische aktive Stadt…es gibt zahlreiche Demonstrationen und Veranstaltungen um auf die Fehler der Regierung hinzuweisen.

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Als wir da waren, gab es gerade eine Demonstration über das Verschwinden der 43. Studenten. Ich hab mal Reporter gespielt und ein Video gemacht um euch zu zeigen, was dort so abgeht. Das Ganze hat mich übrigens sehr berührt.

Sooo…zum Abschluss habe ich noch einen mexikanischen Brauch vollführt:

Das ganze geht so…man ist einen ganzen Teller frittiertes Gebäck und die Schale die man dazu erhält muss man zerstören…den wie jeder weiß…Scherben bringen Glück!

 

 

 

mexikanisches Weihnachten

Soo liebe Leute,

ich weiß, Weihnachten ist ein bisschen lange her, aber ich habe es einfach nicht früher geschafft etwas in meinen Blog zu schreiben, dennoch halte ich es für erwähnenswert etwas über dieses Fest zu schreiben, da es ein bisschen anders gefeiert wird als in Deutschland..:

Erstmal sollte ich erwähnen, dass die MIMG-20141205-WA0085exikaner vollkommen auf Weihnachten eskalieren…

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schon im November ist alles voller bunter Lichterketten, die alle Blinken und teilweise grausame Computerweihnachtslieder von sich geben…alles ist bunt und blinkt…

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20141212_154641Hier sieht man meinen wunderschönen Tannenbaum und meinen unbenutzbaren Coachtisch:

 

 

 

 

 

Außerdem gibt es in Mexiko leider weder Adventskalender noch Nikolaus…dafür aber diverse Vorweihnachtsfiestas und genauso wie in Deutschland, unglaublich viel Essen.

Hier die 3 kleinen Unterschiede, die es in Deutschland an Weihnachten nicht gibt:

1) Messe:

Natürlich fängt das Weihnachtsfest immer mit der Messe an und brav wie ich bin, bin ich natürlich an Heiligabend in die Messe gegangen.

Die Messe ist eigentlich wie in Deutschland, nur das der mexikanische Pfarrer die Hälfte der Zeit über Essen redet, typisch mexikanisch halt 😉

Nachdem der Pfarrer seine Messe beendet hat, kommen alle Leute mit babygroßen Jesuspuppen angerannt und wollen, dass der Pfarrer ihre Jesusbabys segnet, dass war für mich ein bisschen Speziell.

 

2) Geschenke:

Was man eigentlich auf jeden Weihnachtsfiestas in Mexiko mit meiner Familie feiert ist das Geschenkschrottspiel. Am Ende hat man tausend Sachen, die man noch nie haben wollte, aber es ist eigentlich echt witzig…richtige Geschenke gibts dann leider nicht, weil die bringen nämlich die heiligen 3 Könige.

3) Pinatas:

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Die beste Erfindung überhaupt: bunte Pappfiguren, die Süßigkeiten enthalten.

Jeder darf dann abwechselnd mit einem Basketballschläger auf diese Figuren hauen und wenn die Pinata kaputt ist, stürmen alle auf die Süßigkeiten…meistens eskaliert das Ganze, und am Ende liegen alle auf den Boden und versuchen sich gegenseitig die Süßigkeiten zu klauen.

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Also alles in Allem ist mexikanisches Weihnachten echt witzig, aber leider hatte ich nicht wirklich Weihnachtsstimmung…irgendwie hat alles was für mich zu Weihnachten dazu gehört gefehlt…Schnee, Kälte, Lebkuchen, Adventskalender…und auch die knallbunten Lichterketten mit Musik haben die Sache nicht besser gemacht, im Gegenteil, ich kam mir vor wie auf dem Rummelplatz …da haben selbst keine X-mas songs mehr geholfen!

Naja ich hoffe ihr hattet ein wunderschönes Weihnachtsfest und einen tollen Start ins neue Jahr..! Nur das Beste für euch!!!

Feliz Navidad!

Eure Melina

Dia de los Muertos con mi Familia

Meine Familie hatte aus welchen Gründen auch immer keine Lust einen Ofrenda zu bauen und weil ich ja echte Mexikanerin werden will, habe ich beschlossen, die Sache selbst in die Hand zunehmen und meiner Familie einen Ofrenda gebaut.

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Hätte schöner werden können, aber ich bin ja schließlich auch Anfängerin…;)

Meine Oma war leider die einzige Person, die die Idee klasse fand, der Rest meiner Familie hat mich mehr oder weniger ausgelacht…

 

 

Dia de los muertos

Das Fest: Dia de los muertos ist eins der wichtigsten Feste in Mexiko und wird eigentlich vom 31. Oktober bis zum 2 November gefeiert, aber wie wir die Mexikaner ja kennen fängt man schon eine gute Woche vorher an mit feiern 😉

 

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In der ganzen Stadt und eigentlich auch in jedem Haushalt werden diese wunderschönen Ofrendas aufgebaut. Das sind Altare mit lauter leckerem Essen und anderen Sachen, die der Verstorbene gerne mochte, beispielsweise Bücner und Zigaretten. Außerdem gehört auf jeden Altar ein Foto des Verstorbenen, viele bunte Blumen, Kerzen und diverse Totenköpfe.
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Den der Glaube besagt, dass die Toten einmal im Jahr zum Ende der Erntezeit zu den Lebenden zurückkehren um sich an den Speisen den Bauch voll zu schlagen.
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Am 2 November, nachdem die Toten sich satt gegessen haben, dürfen dann endlich auch alle Lebenden von den Ofrendas Essen…
Außerdem gibt es in dieser Zeit unglaublich viele Partys auf allen Friedhöfen…das ist hier kein Ort der Stille oder Trauer so wie bei uns…sondern es wird getanzt, gesungen und gegessen…schliesslich wollen die Toten ja auch mal Fiesta machen…;)
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Dieser Ofrenda hat mich stark beeindruckt, da es eine Kritisierung an die Regierung ist und an alle Todesopfer erinnert, die durch die Regierung umgebracht worden sind. „Nunca se olvidarán“ = Sie nie vergessen werden!
 DSC05850Hier sieht man mal wieder, dass Mexikaner kaum übertreiben 😉

Meine Erfahrungen mit der Kriminalität

Ich habe bis jetzt überhaupt keine schlechten Erfahrungen gemacht. Mir wurde weder was geklaut, noch wurde ich blöd angemacht. Manchmal sieht man vor den Eingängen eines Gebäudes Aufpasser, die mit Maschinengewehren bewaffnet sind, aber ansonsten merkt und sieht man in meiner Stadt nichts von der Gewalt. Puebla gehört aber auch zu einer der reichsten und sichersten Städte in ganz Mexiko…

Dennoch ist auch Puebla nicht ganz ungefährlich.

Es gibt Bezirke in die man nicht hineingehen sollte und auch nachts sollte man nicht alleine durch die Gegend laufen. Weit verbreitet sind zu dem auch K.O. Tropfen. Die können vom Kellner direkt in die Drinks gemacht werden oder aber auch in den Eiswürfeln stecken. Also sollte man am Besten immer in einer Gruppe feiern gehen und eine noch nicht geöffnete Flasche kaufen, denn ansonsten kann es passieren, dass man mit einer Leber weniger aufwacht oder auch überhaupt nicht mehr!

 

Kurze Anmerkung:

Vor ein paar Tagen wurde ein Jugendlicher 2 Straßen weiter erschossen, aber mitbekommen haben wir das nur weil die Polizei dort war und meine Tante das aufgeschnappt hat. Ansonsten bekommt man solche Sachen einfach nicht mit, weil weder Radio, noch Zeitung, noch andere Medien davon berichten.

DROGENKRIEG in Mexiko:

DROGENKRIEG in Mexiko:

Konfliktparteien:

Polizei

Die mexikanische Polizei ist häufig schlecht entlohnt und wenig ausgebildet und auch sehr anfällig für Korruption. Es werden immer wieder Fälle bekannt, in denen kommunale Polizisten selber kriminell verwickelt waren oder sogar Angehörige anderer staatlicher Behörden ermordeten. Nach Schätzungen sollen 5 bis 15 Prozent der Sicherheitskräfte mit den Kartellen zusammenarbeiten.

 

Militär

Die mexikanischen Streitkräfte unterstehen dem mexikanischen Verteidigungsministerium. Von den ungefähr 200.000 Militärangehörigen sind über 50.000 Soldaten im Drogenkrieg engagiert.

 

Bürgermilizen

Ab 2013 bildeten sich vermehrt autonom organisierte Bürgermilizen, die mittlerweile insbesondere in den Bundesstaaten Guerrero und Michoacan die Drogenkartelle  bekämpften.] Diese bewaffneten Milizen sorgen selbst für die öffentliche Sicherheit und behaupten sich lediglich gegen Erpressung, Entführung und Gewaltdelikte durch kriminelle Organisationen zur Wehr zu setzen. Für Außenstehende ist es schwierig zu bestimmen, in wie weit diese Gruppen eigenständig sind oder mit Kartellen arbeiten. Innerhalb eines Jahres stieg die Zahl der Bürgermilizen stark an. Fast in der Hälfte der 32 Bundesstaaten soll es mittlerweile Selbstverteidigungsgruppen geben.

 

Drogenkartelle und ihr Vorgehen:

Das operative Vorgehen der Drogenkartelle ist je nach Gruppierung unterschiedlich. Alle teilen jedoch die Strategie, mit äußerster Gewalt gegen ihre Gegner vorzugehen.

Wichtiger Bestandteil sind sogenannte „Casas de Seguridad“ („Sichere Häuser“), in denen Entführte, Drogen und Waffen bewacht werden. Diese Häuser sind oft luxuriöse Wohnhäuser in guten Wohngegenden. Dort werden Folterungen und Exekutionen durchgeführt.

Oft werden die Opfer in solchen Häusern vergraben. Solche Häuser befinden sich auch auf dem Land, wo Schmuggelrouten gut zu kontrollieren sind, und liegen meist an geographisch-strategisch wichtigen Punkten.

Die Schutzgelderpressung („Narcocuota“) ist erst seit wenigen Jahren üblich. An vielen Orten in Mexiko zahlt heute jedes Einzel- oder Großhandelsgeschäft Schutzgeld, ob es mit dem Drogenhandel zu tun hat, oder nicht.

Eine weitere Einkommensquelle der Kartelle ist die Erpressung und Entführung von zentralamerikanischen Migranten, die auf dem Weg in die USA sind.

Diese Menschen reisen oft auf Güterzügen, wo sie einfach überfallen werden können. Es wird davon ausgegangen, dass viele dieser Menschen zu den nicht identifizierbaren Todesopfern des Drogenkrieges gehören, die in Massengräbern an vielen verschiedenen Orten Mexikos gefunden werden.

Viele dieser Migranten werden auch zur Mitarbeit in Drogenkartellen gezwungen, viele Frauen zur Prostitution in Grenzstädten wie Tijuana oder Ciudad Juárez.

Entführungen sind ein sich ebenfalls verbreitender Geschäftszweig der Kartelle.

Ein weiterer Einkommenszweig ist seit kurzer Zeit auch der Schmuggel von Rohstoffen wie Erdöl und Erdgas.

 

Kinder und Jugendliche im Drogenkrieg:

 

 

Kinder und Jugendliche sehen häufig kaum andere Alternativen, als selbst in den Drogenhandel einzusteigen.

Sie verwandeln sich in Carne de cañón, Kanonenfutter, die im Drogenkrieg verheizt werden, für ein paar Pesos angeheuert, um Drogen zu transportieren und zu verkaufen, kleine Handlangerjobs zu erledigen oder sogar als Killer für ein paar Dollars Drecksjobs zu erledigen.

Es gibt Städte, wie beispielsweise Juarez (mit der höchsten Mordrate der Welt), wo 30-40 Prozent der Kinder in der Situation sind, Vater oder Mutter verloren zuhaben. Oft wachsen diese Kinder bei ihren Großeltern, Tanten oder anderen Familienmitglieder auf.

 

Helfer der Drogenkartelle:

Die mexikanischen Drogenkartelle nutzen außerdem lateinamerikanische Gangs wie die Mara Salvatrucha oder die Mara 18. Diese Gangs arbeiten mittlerweile verstärkt für die mexikanischen Kartelle und sind zuständig für Vertrieb der Drogen und Kontrolle bestimmter Stadtgebiete, ebenso für die Ausbeutung von Migranten, die von Zentralamerika über Mexiko in die USA reisen. Dies trifft vorrangig auf Südostmexiko und mittelamerikanische Staaten wie El Salvador, Guatemala und Honduras zu, wo diese Gangs seit Jahrzehnten das organisierte Verbrechen beherrschen und weit verbreitet sind.

Meine Filmempfehlung dazu ist:  Sin nombre (den Film kann man sich übrigens kostenlos bei meiner Familie in Deutschland ausleihen 😉 )

 

Quellen:

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-07/drogenkrieg-mexiko-ciudad-juarez

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-09/mexiko-drogenkartelle-internet-darknet

http://de.wikipedia.org/wiki/Drogenkrieg_in_Mexiko

 

Mexiko: Politik und Kriminalität

Aufstände:

So wie vielleicht viele von euch in den deutschen Medien mitbekommen haben, geht es in Mexiko gerade ganz schön ab.  43. Studenten sind seit fast einem Monat spurlos verschwunden, stattdessen wurden reihenweise Massengräber entdeckt.

Video:  http://www.tagesschau.de/ausland/massaker-studenten-mexiko-weltbilder-101.html

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-10/mexiko-studenten-proteste-massengrab

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-10/mexiko-studenten-proteste-massengrab/seite-2

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-11/mexiko-verschwundene-studenten-demonstration

 http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-11/mexiko-studenten-mord-guerreros-unidos-leichen 

 

Deswegen habe ich mir gedacht, ich schreibe mal ein wenig über das Land und wie die Politik in diesem Land so funktioniert.

 

Über das Land Mexiko:

 

Einwohner 122.332.399 (2013)
Lebenserwartung 77,14 (2012)
Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben (weniger als 1,25 Dollar pro Tag) 1,03 % (2012)
Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung 94,9 % (2012)
Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können 94,23 % (2012)
Bruttosozialprodukt pro Kopf  (Deutschland: 39.400 US;  Vereinigten Staaten: 50.700 US) 15.700 US (2012)
Das Durschnittseinkommen in Mexiko:(Deutschland: 43 952)   9 240 US

Lebenserhaltungskosten sind fast doppelt so niedrig wie in Deutschland.

 

Probleme von Mexiko:

 Armut:

45 Prozent der Bevölkerung leben in Mexiko in Armut, wobei 1-2 Prozent der Bevölkerung in absoluter Armut Leben (weniger als 1.25 Doller pro Tag).

absolute Armut: Ein Leben, dass nicht die lebenswichtigen Grundbedürfnisse zufrieden stellen kann, also am äußersten Rand der Existenz.

Die Staaten mit der größten Armut sind Chiapas und Guerrero zu deren Bevölkerung viele Ureinwohnern gehören. Aber auch der Staat in dem ich lebe, Puebla hat einen sehr großen Armutsanteil. Obwohl die Stadt Puebla als sehr reich und sicher gilt.

Den kleinsten Anteil an armer Bevölkerung findet man in Mexico City, in der nur jeder Dritte in Armut lebt.

 

Generell kann man sagen, dass das Vermögen zwischen den Landesteilen und der Bevölkerung sehr ungleich verteilt ist:

Im Norden liegen relativ reiche Regionen mit Unternehmen, die auf Weltmarktniveau produzieren.

Die Mitte wird vom Ballungsraum Mexiko-Stadt dominiert, in dem ein großer Teil des Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet wird.

Der Süden ist noch wenig entwickelt, dort kommt es in einigen ländlichen Gebieten noch zu Fällen von Mangel- und Unterernährung. (Landesteile mit großer indigener Bevölkerung)

 

Die Einkommensstärksten 10 Prozent der Bevölkerung verfügen über 35 Prozent des jährlichen Volkseinkommens.

Die Einkommensschwächsten zehn Prozent über weniger als zwei Prozent des jährlichen Volkseinkommens.

Ungereichtigkeiten:

Es gibt generell viel Gewalt in Mexiko aber sehr stark betroffen sind die Frauen:

Es kommt häufig vor, dass Frauen verschwinden und vergewaltigt und Tod irgendwo aufgefunden werden…die Frauenmordquote ist in den letzen Jahren sogar gestiegen…

Hier sind zwei sehr interessante Artikel zum Thema Gewalt an Frauen, die sehr empfehlenswert sind:

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/gewalt-gegen-frauen-in-mexiko-der-kampf-von-imelda-marrufo-a-957126.html

http://www.deutschlandfunk.de/mexiko-kampf-gegen-ungesuehnte-frauenmorde.724.de.html?dram:article_id=292929

 

Warum passiert so etwas so häufig?: Die Antwort ist, dass die Straftaten nicht verfolgt werden…von 100 Straftaten die passieren, werden ungefähr 2 Fälle nähr untersucht oder aufgeklärt, was so gut wie nichts ist.

Aber auch die Indigene Bevölkerung wird wirtschaftlich und sozial ausgegrenzt, außerdem gehören diese meistens zu den Ärmsten der Armen.

Politik:

Der Staatspräsident ist seit 2012 Enrique Peña Nieto (der Partei PRI). Der Staatspräsident wird direkt vom Volk gewählt, darf aber nur 6 Jahre in seinem Amt bleiben.

(Hier ein Interview, das aufgezeichent wurde, bevor Nieto Präsident wurde.. Auf die Frage an was den seine Frau vor 6 Jahren gestorben ist, kann er keine Antwort geben, weil er den Namen der Erkrankung vergessen habe

https://www.youtube.com/watch?v=OynEdUe3K5A )

Leider muss man dazu sagen, dass die mexikanische Demokratie viele Defizite aufweist:

Am Schlimmsten ist die Korruption, die in der Poltik, Verwaltung und im Justizwesen weit verbreitet sind…und das so viele Straftaten einfach nicht weiterverfolgt werden, oder die Regierung sogar noch mithilft beim organisierten Verbrechen.

Medien:

Außerdem gehören der Regierung die Medien…das heißt: Viele Sachen werden beschönigt, im Nebensatz erwähnt oder einfach weggelassen.  Das Motte der Medien lautet die Leute immer bei Laune zu halten und ihnen erzählen wie toll Mexiko doch ist.

Dennoch sind die meisten Leute mit denen ich geredet habe überhaupt nicht einverstanden mit der Regierung…

 

Die einzigen Medien, die auch Schlechtes über Mexiko berichten, ist das Kino.

Da die meisten Kinos privat sind und nicht so sehr von der Regierung überwacht werden, gibt es viele Kinofilme, die die hässliche, nicht ganz so schöne Seite von Mexiko zeigen.

Hier ein Kinofilm, den ich letzens im Kino gesehen habe und der auf eine sehr komische Art und Weise exakt das Vorgehen des Fernsehens und der Regierung beschreibt:

 

Quellen:

http://www.bmz.de/de/was_wir_machen/laender_regionen/lateinamerika/mexiko/index.html

http://www.bmz.de/de/was_wir_machen/laender_regionen/lateinamerika/mexiko/zusammenarbeit/index.html

http://blog.handelsblatt.com/boom-blog/2013/07/31/armut-in-mexiko-gestiegenhttp://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/Laender/Laenderinfos/Mexiko/Innenpolitik_node.html

http://www.welt-auf-einen-blick.de/wirtschaft/bsp-pro-kopf.php

http://durchschnittseinkommen.net/durchschnittseinkommen-mexiko/

http://www.auswandern-info.com/lebenshaltungskosten-index.html#.VGL2APmG_6s

http://www.adveniat.de/lateinamerika/laenderinformation/mexiko/laenderportraet.html

http://www.armut.de/definition-von-armut_absolute-armut.php?mysid=2dg4rq5fq1n5hamq7faf0vj16qn0sh54

Umgebung von Puebla.

Letzte Woche haben wir einen sehr interessanten Ausflug zu einem Wasserfall gemacht, der 3h von Puebla entfernt ist und nicht ganz unproblematisch war…

Da hat nur mit anpacken geholfen…!

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DSC05635Ich habe euch ja erzählt, dass es in Puebla so ein Klima wie bei uns in Freiburg im Sommer hat, nur das es fast jeden Tag einmal richtig ordentlich regnet.

Fährt man allerdings nur 1h Stunde aus Puebla raus, hat mein ein komplett anderes Klima! Alles ist viel trockener und mediterraner als in Puebla, aber wunderschön:

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Außerdem sind wir an einem (eigentlich schönen) See vorbei gekommen, der aber sehr gestunken hat.  Ein bisschen nach Schwefel!…Mein Koordinator hat darauf gemeint, dass das noch der gesündeste Ausdruck für diesen Geruch sei…

Hier der See mit Aussicht auf Puebla:

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Hier in dieser kurzen Doku bekommt man einen ganz guten Einblick, wie das mit der Wasserversorgung in Mexico so funktioniert…ein bisschen anders als in Deutschland 😉

 

Aber ich kann euch beruhigen…bei mir Zuhause ist das Wasser zum Glück nicht braun und ich hab auch keinen Ausschlag bekommen, aber der See ist das Resultat einer riesigen Umweltverschmutzung.

Auch sehr interessant sind die Dörfer an denen wir Vorbeigefahren sind. Alles ist sehr arm.

DSC05694Die Menschen leben zum Beispiel in diesen Strohhütten. Für uns in Deutschland unvorstellbar.

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Transportmittel sind Esel!

 

 

 

 

Übrigens leben ungefähr 50 Prozent der Mexikaner in armen Verhealtnissen, wobei Puebla allerdings auch zu den 3 aermsten Staaten von Mexiko gehoert.

In meiner Stadt habe ich gar nicht wirklich einen so großen Unterschied zu Europa gemerkt, aber sobald man nur ein bisschen raus fährt, sieht die Welt schon ganz anders aus und man merkt, dass Deutschland doch relativ anders ist als Mexiko.

Cholula

Cholula ist eine eigene Stadt, die aber eigentlich zu Puebla gehört..(also so ähnlich wie St. Georgen und Freiburg)…und wunderschön ist!!

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Außerdem ist Cholula die älteste Stadt Mexikos und hat deswegen sehr viel Kultur und Sehenswürdigkeiten:

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Hier sieht man wunderschön, einen der 3 Vulkane:…die Malinche

 

Unglaublich viele Kirchen:

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…und weil Mexikaner natürlich alles feiern, gibt es für jede einzelne Kuppel jeder einzelnen Kirche jeden Tag (weil es insgesamt 365 Kuppeln sind) ein kleines Fest mit Feuerwerk.

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Eine der größten jemals errichteten Pyramiden der Azteken, auf der eine katholische Kirche der spanischen Eroberer gebaut wurde, die wie fast alle Kirchen hier gelb ist.

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Und vieles mehr…:)

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La gente esta muy loca!

Diesen Freitag war ich mit meinem Primii (Cousin) , seinen Freunden und Hanna (eine Freundin) in dem merkwürdigsten Club meines Lebens….MAMBO CAFE! (Ein Club für Jung und Alt! )

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Ahnungslos wollten wir eigentlich nur Freies Tanzen betreiben, bis mein Cousin meinte, dass man hier eigentlich Salsa tanzen würde…also versuchten Hanna und ich unser Glück und scheiterten gnadenlos! Während alle um uns herumwirbelten, sahen wir aus wie 2 Volltrottel…Unsere armen Tanzpartner 😀 😀

Aber so viel konnten wir auch gar nicht tanzen, weil die ganze Zeit irgendwelche Mexikaner Fotos mit uns machen wollten…wenn man Blond ist, ist man hier eine riesige Attraktion…

Naja, alles noch schön und gut…doch dann sind diese Viecher aufgetaucht, die aussahen wie aus der Sesamstraße:

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Durschnittsalter liegt in diesem Club übrigens bei 20-50 Jahren!

Und es kam noch besser:

10410387_820656924640518_2512941879245353690_nUm 12 Uhr ging plötzlich die Bühne auf und ein Kleinwüchsiger hat angefangen Robotermäßig zu tanzen und zu strippen, während ihn alle Leute angefeuert haben…

1969173_820656531307224_1685154669148270233_n…Und ab da gabs jede Stunde eine Merkwürdige Show mit komischen Gestalten…Naja…La Gente esta muy loca…stimmt hier in México auf jeden Fall! 😉